Infos zu ADHS #Symptome #Zahlen #Fakten

Lukas ist 14 Jahre alt und geht in die 8. Klasse. Aber in der Schule klappt es nicht so gut für ihn. Es fällt ihm schwer, sich im Unterricht zu konzentrieren und quatscht lieber mit seinem Nachbarn. Auch das lange Stillsitzen fällt Lukas richtig schwer. Nach wie vor bekommen seine Eltern immer wieder Rückmeldungen von seinen Lehrern, dass Lukas im Unterricht nicht aufpasse, störe und den Lehrern gegenüber respektlos sei. In den Pausen gerät er immer wieder in Raufereien mit seinen Mitschülern. Lukas hat das Gefühl, dass die anderen ihn immer total gerne provozieren und er sich wehren muss. 

In seiner Freizeit war Lukas früher ein begeisterter Fußballer. Aber vom Fußballverein hat er sich im letzten Jahr abgemeldet, weil er „keinen Bock” mehr hatte, dahin zu gehen. Überhaupt hat Lukas im Moment wenig Lust, etwas zu machen, und er hängt in seiner Freizeit lieber zu Hause rum. Seine Eltern nerven ihn immer total und fragen die ganze Zeit, ob er nicht auch mal etwas unternehmen wolle. Manchmal gehen ihm die Eltern dabei so auf die Nerven, dass Lukas nicht anders kann, als fest gegen die Möbel zu treten und die Türen zu knallen. 

Kennst du sowas auch von dir?


Grundlegende Infos zu ADHS

Hey!

Bei dir wurde die Diagnose einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gestellt oder du vermutest, vielleicht ADHS zu haben? Dann hast du bestimmt viele Fragen!

Wir haben daher für dich einige wichtige Informationen über das Störungsbild ADHS und die Besonderheiten von ADHS im Jugendalter zusammengestellt. Wir werden uns dabei auf wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse stützen sowie auf unsere langjährige klinische Erfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen mit ADHS.

Solltest du noch weitere Fragen haben, kannst du dich jederzeit gerne per E-Mail an uns wenden: zentrales-adhs-netz@uk-koeln.de.

Dein ADHS-Infoportal


Forscher haben ADHS schon viele Namen gegeben! Dabei hat sich die Abkürzung HKS bei einigen Leuten bis heute gehalten. Die meisten Menschen sagen heute aber ADHS als Bezeichnung für eine „Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung“. Das ist ein schrecklich langer Namen, deshalb ist ADHS als Kurzform viel besser. Es gibt auch manchmal noch Leute, die ältere Begriffe und Abkürzungen benutzen:

  • Hyperkinetische Störung (HKS) ist in Deutschland und Europa als Begriff noch weit verbreitet.
  • Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) wird manchmal als Begriff benutzt, um eine bestimmte Form der ADHS, den ruhigen Träumertyp zu bezeichnen.

Insgesamt hat ADHS viele Gesichter. Daher ist es nicht immer ganz einfach, ADHS zu erkennen. Die Hauptschwierigkeiten bei ADHS lassen sich jedoch in drei Bereiche unterteilen: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Jeder Mensch kann mehr oder weniger  unaufmerksam, impulsiv oder hyperaktiv sein. Erst ab einem bestimmten Grad der Auffälligkeit, spricht man von einer Störung. Dabei sind die Grenzen zur sogenannten „Normalität“ nicht genau zu ziehen.

Dies ist ähnlich wie bei anderen psychischen Problemen oder auch körperlichen Erkrankungen, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sein können. Leute, die diese Kernprobleme sehr stark haben, erleben dadurch  Einschränkungen in ihrem Leben. Sie können beispielsweise Probleme in der Schule oder im Beruf mit ihrer Leistungsfähigkeit oder  Probleme in den Beziehungen zu anderen Leuten (z.B. in der Familie, aber auch zu Gleichaltrigen) haben.

#Unaufmerksamkeit

Wenn jemand stark unaufmerksam ist, fällt es demjenigen sehr schwer, begonnene Tätigkeiten zu Ende zu bringen. Die Person kann sich nur für kurze Zeit auf eine Sache konzentrierten und lässt sich leicht von einer begonnen Tätigkeit ablenken. Dadurch unterlaufen diesen Leuten ständig Flüchtigkeitsfehler.

Die Unaufmerksamkeit ist meist stärker bei Tätigkeiten zu beobachten, die von anderen vorgegeben werden (z.B. Hausaufgaben, Aufgaben in der Schule oder am Arbeitsplatz).

Julia besucht die 7. Klasse einer Realschule. Schon ihre gesamte Schulzeit über klagen die Lehrer immer wieder, dass Julia kaum bei der Sache ist und sich von jeder Kleinigkeit ablenken lässt. Wenn Julia im Unterricht angesprochen wird, weiß sie häufig nicht, worum es gerade geht, entweder weil sie vor sich hin geträumt hat oder sich gerade ihre Hand bemalt. Wenn es um Aufgabenbearbeitung geht, braucht sie oftmals mehrere Minuten, um ihr Heft und das Buch in ihrer Tasche zu suchen. Manchmal stellt sie dann auch fest, dass sie es vergessen hat. Klar, dass Julia selten ihre Aufgaben zu Ende bringt. Wenn sie nach Hause kommt, weiß sie häufig nicht, welche Hausaufgaben sie eigentlich aufhat. Kein Wunder: In ihrer Tasche häufen sich lose Blätter und Julia hat keinen Überblick mehr, was in einem Fach zu tun ist oder wann die nächste Klassenarbeit ansteht. Außerdem hat Julia immer wieder Besseres zu tun, als ihre Hausaufgaben zu machen. Sie sitzt zwar in ihrem Zimmer am Schreibtisch, aber sie vertrödelt ihre Zeit, chattet zwischendurch an ihrem PC, telefoniert oder schreibt SMS. So dauern die Hausaufgaben oft stundenlang. Wenn sie noch Vokabeln lernen muss oder für eine Klassenarbeit üben soll, tut sie das nur, wenn die Mutter sie immer wieder ermahnt – und manchmal behauptet sie dann auch nur, sie hätte gelernt, und es stimmt eigentlich gar nicht. Wenn abends endlich alles für die Schule erledigt ist, sind Julia und ihre Mutter beide völlig geschafft.

#Hyperaktivität

Vor allem Kleinkinder und Grundschulkinder mit ADHS fallen durch starke Hyperaktivität (starke körperliche Unruhe) auf. Sie sind ständig am Zappeln und es fällt ihnen sehr schwer ruhig sitzen zu bleiben.

Jugendliche sind oft nicht mehr so zappelig und unruhig. Sie leiden aber oft noch an starker innerer Unruhe und Anspannung.

#Impulsivität

Kinder oder Jugendliche mit ADHS, die stark impulsiv sind, neigen dazu, plötzlich und ohne zu überlegen zu handeln. Wenn ihnen eine Idee einfällt, dann bedenken sie die Folgen nicht sondern folgen ihren ersten Einfällen und handeln einfach unüberlegt. Sie beginnen beispielsweise Hausaufgaben, ohne sich die Aufgabe genau durchzulesen, sie platzen mit Antworten heraus, bevor Fragen zu Ende gestellt sind und sie unterbrechen andere häufig.

Fast alle Jugendlichen zeigen eine gewisse Impulsivität, bei manchen ist die aber so stark ausgeprägt, dass sie echte  Probleme damit haben.

Seit Max in die Schule geht, klagen die Lehrer über die Unruhe, die er in der Klasse verbreitet. Immerhin läuft er jetzt nicht mehr wie früher in der Klasse umher oder springt vom Stuhl auf, aber er fällt nach wie vor dadurch auf, dass er viel zu viel mit seinem Tischnachbarn quatscht. Außerdem ruft Max häufig noch ungefragt Kommentare in die Klasse, und die haben nicht immer etwas mit dem Unterricht zu tun. Unruhe kommt auch dadurch auf, dass Max meistens nach Materialien sucht, die er für den Unterricht braucht. Während die anderen schon eine Aufgabe bearbeiten, sucht Max noch nach dem Arbeitsblatt oder versucht, es sich bei anderen zu organisieren. Wenn ihm dann ein Mitschüler das Angebot macht, z. B. Papierkügelchen auf die Mitschülerin in der zweiten Reihe zu schießen, dann ist Max dabei. Überflüssig, zu sagen, dass Max in der Regel auch erwischt wird. Schließlich richtet sich der Blick des Lehrers ganz häufig zuerst auf ihn.

Neben den Kernproblemen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität bestehen bei ADHS häufig noch weitere Schwierigkeiten. Im Jugendalter zeigen sich häufig folgende Probleme: 

#oppositionelle und aggressive Verhaltensweisen

Am Häufigsten treten neben der ADHS oppositionelle und aggressive Verhaltensweisen bei betroffenen Jugendlichen auf. Das bedeutet, dass die Jugendlichen wichtige Regeln in der Familie und in der Schule nicht beachten. Sie ignorieren Anweisungen von Erwachsenen und neigen zu Wutausbrüchen. Diese Probleme sind deutlich stärker ausgeprägt, als das üblicherweise bei Jugendlichen der Fall ist. Die Jugendlichen mit ADHS haben oft richtig heftige, mitunter auch körperliche Auseinandersetzungen mit anderen Jugendlichen und gelegentlich auch mit Erwachsenen. Manche Jugendliche kommen dann auch vermehrt mit dem Gesetz in Konflikt, weil sie klauen, Dinge zerstören oder andere heftig bedrohen oder ihnen körperlichen Schaden zufügen.

#Schulprobleme#Lernschwierigkeiten

Obwohl Jugendliche mit ADHS grundsätzlich nicht weniger intelligent sind als Jugendliche ohne ADHS, haben deutlich mehr von ihnen Schulprobleme. Das heißt, sie leisten deutlich weniger als sie eigentlich könnten. Manche haben auch besondere Probleme beim Lesen, Rechtschreiben oder beim Rechnen. Jugendliche wiederholen deshalb häufiger eine Klasse oder müssen deshalb die Schule wechseln.

#Ablehnung durch Gleichaltrige

Viele Jugendliche mit ADHS werden von Gleichaltrigen ausgegrenzt. Sie werden von Klassenkameraden und anderen Jugendlichen als anders empfunden und geraten so oft schnell in die Außenseiterrolle.

#emotionale Probleme

Wenn Jugendliche mit ADHS Probleme mit Gefühlen haben, fällt das Außenstehenden meist nicht sofort auf. Dabei sind viele Jugendliche mit ADHS oft belastet. Sie leiden dann unter Unsicherheit oder mangelndem Selbstvertrauen. Viele Jugendliche mit ADHS haben mit der Zeit Ängste und Unsicherheiten entwickelt. Sie trauen sich weniger zu als andere. Das gilt vor allem in jenen Situationen, in denen es um schulische Leistungen geht.

Aber auch in anderen Situationen leiden Jugendlichen oft unter mangelndem Selbstvertrauen. Indem sie von Gleichaltrigen immer wieder ausgeschlossen wurden, sind viele Betroffene in sozialen Situationen unsicher und zeigen wenig Selbstvertrauen.

Bei manchen kann sich das bis hin zu depressiven Symptomen, also starker Traurigkeit, Apathie oder Lustlosigkeit verschlimmern. Die Jugendlichen haben dann auf nichts wirklich Bock. Sie hängen dann hauptsächlich herum und haben eine ziemlich miese Stimmung.

#belastete Beziehung zu Eltern und anderen Erwachsenen

Aufgrund der typischen Verhaltensweisen von Jugendlichen mit ADHS geraten die Jugendlichen oft mit ihren Eltern oder mit ihren Lehrer in Streit. Gibt es häufig Streitereien, sind die Beziehungen der Beteiligten oft sehr angespannt. 

Eltern sind häufig regelrecht verzweifelt darüber, dass sie kaum was oder gar nichts mit Erziehungsmaßnahmen (Wiederholtes Reden und Erklären) erreichen.

#Tics

Tics sind plötzlich auftretende, unwillkürliche Zuckungen, die meist im Gesicht beginnen, später aber auch an allen anderen Köperteilen auftreten können. Tics treten bei Jugendlichen mit ADHS gehäuft auf. Sie beginnen meist schon im Kindesalter und können sich bis ins Jugendalter - und ins Erwachsenenalter fortsetzen.

Es gibt auch sogenannte vokale Tics. Bei davon Betroffenen kann man unwillkürlich auftretende Lautäußerungen, wie Räuspern, oder auch ganze Worte beobachten.

 

Die Schwierigkeiten, die mit ADHS einhergehen, verändern sich mit dem Alter.

In der Regel kann man die ersten ADHS-Probleme bereits im Kleinkindalter beobachten. Meist sind sie spätestens im Alter von fünf bis sechs Jahren gut erkennbar. Kinder mit ADHS fallen in diesem Alter besonders durch ihre Hyperaktivität und ihre Impulsivität auf. Kleinkinder können sich beim Spielen schlecht konzentrieren und sind oft sehr trotzig. Im Grundschulalter wird dann bei den meisten Kindern die typische Unaufmerksamkeit beobachten. 

Mit dem Beginn der Schulzeit verschlimmert sich die Problematik bei vielen Kindern und sie kriegen meist richtig heftige Probleme in der Schule. Häufig fällt es den Kindern schwer, Regeln in der Schule zu akzeptieren. Die Lehrer beschweren sich, dass die Betroffenen nicht aufpassen, ständig dazwischenquatschen und nicht auf ihrem Platz sitzen bleiben. Zuhause sind die Hausaufgaben meist ein riesen Problem. Ständig gibt es deshalb Ärger mit den Eltern.

Oftmals verändern sich die Symptome einer ADHS vom Kindes- zum Jugendalter. Bei vielen Kindern nimmt die körperliche Unruhe und Hyperaktivität mit dem Übergang zum Jugendalter ab, und auch die Impulsivität kann sich vermindern, während Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen eher bestehen bleiben oder sich zumindest nicht so deutlich vermindern. Grund für die Veränderungen in der Symptomatik vom Kindes- zum Jugendalter sind vermutlich vor allem körperliche und hormonelle Umstellungen. Weitere Entwicklungsaufgaben im Jugendalter sind: 

  • die Festigung des Freundeskreises,
  • das Eingehen erster Partnerschaften/ erste sexuelle Erfahrungen
  • die Ablösung von den Eltern,
  • die Festigung des eigenen Selbstbilds 

Diese Entwicklungsaufgaben sind nicht spezifisch für Jugendliche mit ADHS, sondern kommen auf alle Heranwachsenden zu. Leidet man an ADHS, fallen einem diese Aufgaben aber häufig etwas schwerer und es treten weitere Probleme auf.

Forscher haben herausgefunden, dass ungefähr 2 bis 6 von 100 Jugendlichen in Deutschland ADHS hat. ADHS ist somit also nicht selten und tritt im Jugendalter relativ häufig auf. ADHS trifft dabei natürlich nicht jeden gleich stark. Bei manchen treten nur wenige Symptome auf, bei anderen hingegen mehr. Vergleicht man die Häufigkeit bei Jungen und Mädchen, konnten verschiedene Untersuchungen insgesamt aufzeigen, dass ADHS bei Jungen häufiger auftritt. 

Bis heute erforschen Wissenschaftler die Ursachen von ADHS. Bisher gibt es jedoch nicht eine alles erklärende Antwort auf die Frage, warum jemand ADHS hat.

Allerdings sind sich die meisten Wissenschaftler einig darüber, dass die Hauptursachen in Veränderungen der Funktionsweise des Gehirns liegen. Diese Veränderungen sind aber so komplex, dass sie bei einer einzelnen Person oft nicht nachweisbar sind. 

Man geht heute davon aus, dass viele Faktoren bei einer ADHS zusammenwirken. Forschungen zeigen, dass einzelne genetische Veränderungen eine wichtige Rolle spielen, aber nicht alles erklären können. Andere Einflussfaktoren sind Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen oder auch Umwelteinflüsse, also z.B. belastete Familiensituationen.

Generell gibt es viele verschiedene Ansatzpunkte, um ADHS zu behandeln. Viele von diesen Maßnahmen ergänzen sich und es ist sinnvoll, diese miteinander zu kombinieren.

Um dir einen guten Überblick über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten zu geben, haben wir hierfür den Bereich Wie wird ADHS behandelt? gestaltet. Guck doch mal vorbei!

Weitere Fragen und Antworten

Ja! Deshalb ist in der Regel eine Intelligenz-  und Leistungsdiagnostik notwendig. Mit dieser lässt sich dann gut feststellen, ob die schulischen Anforderungen zu hoch oder zu gering sind. Es kann aber auch sein, dass eine Intelligenzminderung bzw. eine Hochbegabung und  ADHS gleichzeitig bei einem betroffenen Jugendlichen auftreten.

Bei den meisten betroffenen Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen mit einer ADHS, liegen weitere psychische Probleme vor. Am häufigsten treten oppositionelle und aggressive Verhaltensauffälligkeiten auf, aber auch emotionale Probleme, wie mangelndes Selbstwertgefühl, Depressivität und Ängste kommen bei vielen der Betroffenen vor. Lediglich etwa 30% der Betroffenen hat keine weiteren psychischen Auffälligkeiten.

Von ADHS Betroffene haben häufiger schulische Teilleistungsstörungen, wie eine Lese-Rechtschreibschwäche oder eine Rechenschwäche. Bei jenen mit einer solchen Teilleistungsstörung tritt häufiger ADHS auf. Auch hier sind nicht alle  Zusammenhänge klar. Teilleistungsstörungen können manchmal auch, zumindest teilweise, Folgen von ADHS-Symptomen sein, weil die Betroffenen das Lernangebot schlechter nutzen können. Umgekehrt können Teilleistungsprobleme dazu führen, dass der Unterricht als besonders unangenehm oder belastend erlebt wird und dadurch vorhandene Tendenzen zu Hyperaktivität, Impulsivität, Unaufmerksamkeit verstärkt werden.

Beim Übergang in die weiterführende Schule ändert sich die schulische Situation meist deutlich. Der Schulalltag wird komplexer. Die Anzahl der unterschiedlichen LehrerInnen nimmt zu und eine anhaltende und helfende Lehrer-Schüler-Beziehung fehlt hier oft. Aufgrund dieser Veränderungen verschärfen sich häufig die Symptome in der weiterführenden Schule.

Ja! Jugendliche mit ADHS können prinzipiell jede Schule besuchen. Durch individuelle Hilfen und therapeutische Unterstützung schaffen es die meisten Betroffenen, die Problematik soweit in den Griff zu bekommen, dass sie eine Regelschule besuchen können. Speziell die Betroffenen mit einer zusätzlichen Störung oder mit einer Lernschwäche, brauchen jedoch oft zusätzliche pädagogische Hilfen.

Nein! Viele Jugendliche mit ADHS schaffen es durch gezielte Hilfen ohne Medikamente auszukommen. Wenn die Symptomatik jedoch sehr stark ist und wenn andere Hilfen nicht ausreichend erfolgreich waren, ist eine medikamentöse Therapie  in der Regel notwendig. Die Wirksamkeit der Behandlung mit Medikamenten muss aber unbedingt immer im Einzelfall geprüft werden.

Wenn du dich für die medikamentöse Behandlung von ADHS interessiert, guck doch auch mal hier vorbei.

Nein! ADHS gab es auch schon früher. Allerdings ist ADHS als Diagnose inzwischen in der Öffentlichkeit viel bekannter. Zudem können auch Veränderungen in der Gesellschaft und vor allem in der Schule dazu beigetragen haben, dass die Häufigkeit dieser Problematik zugenommen hat. Allerdings gibt es durchaus manchmal Tendenzen dazu, die Diagnose in einzelnen Fällen zu schnell zu vergeben und alternative Erklärungen für die Symptome nicht zu erkennen.