THOP - Primarbereich|Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten

Schulinterventionen aus dem Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP) können in Einzel- oder Gruppentrainings mit variabler Anzahl von Sitzungen durchgeführt werden. Es konnten Hinweise auf  die Wirksamkeit des Trainings in einer Studie mit Pädagogen aus dem Primarbereich erbracht werden.

Das Therapieprogramm THOP wird in der Therapie von Kindern sehr häufig angewandt. Es ist zur Behandlung von Kindern mit hyperkinetischen oder oppositionellen Verhaltensauffälligkeiten im Alter von drei bis zwölf Jahren entwickelt worden.

Die Interventionen in der Schule sind analog zu den Bausteinen des Eltern-Kind-Programms aufgebaut.:

  • Zunächst werden gemeinsam mit dem Pädagogen die therapierelevanten Verhaltensauffälligkeiten des Kindes in der Schule eingegrenzt und definiert. Informationen zur Problematik des Kindes werden vermittelt, ein gemeinsames Störungskonzept wird aufgebaut und Interventionsstrategien werden abgeleitet. Organisatorische Aspekte (Unterrichtsorganisation, Möblierung des Gruppenraumes im Kindergarten) werden thematisiert.
  • Danach werden pädagogisch-therapeutische Strategien diskutiert und erarbeitet, die durch wirkungsvolle Aufforderungen, durch positive Aufmerksamkeit bei angemessenem Verhalten und durch negative Konsequenzen bei auffälligem Verhalten auf eine Verminderung der Verhaltensprobleme im Kindergarten bzw. in der Schule abzielen.
  • Schließlich werden spezielle operante Techniken, vor allem Token-Systeme und Response-Cost-Verfahren eingesetzt, vor allem dann, wenn die Problematik sich durch pädagogisch-therapeutische Interventionen nicht hinreichend vermindern lässt.
  • Wenn ein Selbstinstruktionstraining durchgeführt wurde, werden Lehrer darüber informiert und Möglichkeiten der Weiterführung im Unterricht diskutiert.

 

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