THOP - Primarbereich|Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten

Kindzentrierte Interventionen aus dem Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP) können in Einzel- oder Gruppentrainings mit variabler Anzahl von Sitzungen durchgeführt werden. Es wurden Hinweise auf Wirksamkeit in Zusammenhang mit familien- und schulzentrierten Interventionen in mehreren Studien nachgewiesen.

Es ist zur Behandlung von Kindern mit hyperkinetischen oder oppositionellen Verhaltensauffälligkeiten im Alter von drei bis zwölf Jahren entwickelt worden.

Bei den kindzentrierten Interventionen von THOP steht die therapeutische Arbeit mit dem Kind im Mittelpunkt, die Eltern werden jedoch auch hier integriert. Die kindzentrierten Interventionen werden nicht unabhängig von den familienzentrierten Interventionen durchgeführt. Unter den kindzentrierten Interventionen des Eltern-Kind-Programms werden zwei Behandlungsansätze subsumiert:

  • Die Therapiegeschichten von Wackelpeter & Trotzkopf stellen eine Ergänzung zu den familienzentrierten Interventionen dar. In kindgemäßen Kurzgeschichten werden die Inhalte der einzelnen Behandlungsbausteine mit dem Kind erarbeitet. Ziel dieser Geschichten ist es, das Kind stärker in die familienzentrierten Interventionen zu integrieren. Peter, das Kind, das von allen Wackelpeter oder Trotzkopf genannt wird, dient als Bewältigungsmodell. Zunächst werden typische familiäre und schulische Problemsituationen beschrieben, mit denen sich der Patient identifizieren kann. Dann wird die Bewältigung dieser Situation mit Unterstützung einer Therapeutin dargestellt und das Kind wird motiviert, sich aktiv an den Interventionen in der Familie zu beteiligen. Dieser Ansatz ist für Kinder ab dem Schulalter geeignet. Die Bearbeitung der Geschichten dauert in der Regel etwa 20 Minuten und wird in die familienzentrierten Interventionen integriert.
  • In einem Behandlungsbaustein führt der Therapeut ein Selbstinstruktionstraining  mit dem Kind durch und in einem weiteren Baustein erarbeitet er mit dem Kind Selbstmanagement-Interventionen durch und leitet das Kind an, sich eigene Ziele zu setzen und an deren Umsetzung schrittweise zu arbeiten. Im Verlauf dieser Interventionen werden die Eltern in die Behandlung integriert und als Kotherapeuten angeleitet.

 

Zu den Literaturhinweisen hier.