FAQs - Ursachen

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Können ADHS-Symptome auch ausschließlich durch familiäre Bedingungen ausgelöst werden?

Allenfalls in sehr extremen Fällen. Die Forschung geht davon aus, dass ADHS-Symptome auf der Basis einer biologischen Disposition (Vulnerabilität) entstehen. Vor allem genetische Faktoren, aber auch Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt können zur Entwicklung solcher Auffälligkeiten beitragen. Familiäre und auch schulische Bedingungen können aber die Ausprägung der Problematik und deren Verlauf wesentlich beeinflussen. Unter günstigen psychosozialen Bedingungen wird sich die Problematik deutlich schwächer ausprägen.

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Können ADHS-Symptome auch Hinweise auf schulische Über-/ oder Unterforderung sein?

Ja, deshalb ist in der Regel eine Intelligenz-  und Leistungsdiagnostik notwendig, vor allem wenn Hinweise auf schulische Minderleistungen (schlechte Noten) oder auf besonders hohe Begabung vorliegen. Es ist aber auch möglich, dass sowohl eine Intelligenzminderung bzw. eine Hochbegabung als auch ADHS vorliegen. Zur diagnostischen Klärung ist es meist notwendig, dass das betreffende Kind entsprechend seines intellektuellen Leistungsmöglichkeiten beschult wird und dann überprüft wird, ob sich die Verhaltensauffälligkeiten unter den neuen Bedingungen verändern.

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Welchen Zusammenhang gibt es zwischen ADHS und anderen psychischen Störungen?

Bei den meisten Schülerinnen und Schülern mit einer ADHS liegen weitere psychische Beeinträchtigungen vor. Am häufigsten treten oppositionelle und aggressive Verhaltensauffälligkeiten auf, aber auch emotionale Probleme, wie mangelndes Selbstwertgefühl, Depressivität und Ängste. Lediglich etwa ein Drittel der Betroffenen hat keine weiteren psychischen Auffälligkeiten. Die Ursachen für diese Häufungen sind noch nicht gut geklärt. Häufig können diese weiteren Auffälligkeiten als Folgen der ADHS-Symptomatik verstanden werden.

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Welchen Zusammenhang gibt es zwischen ADHS und Teilleistungsstörungen im Lesen, Schreiben oder Rechnen?

Schüler und Schülerinnen mit ADHS haben häufiger schulische Teilleistungsstörungen und bei jenen mit Teilleistungsstörungen tritt häufiger ADHS auf. Auch hier sind die kausalen Zusammenhänge noch unklar. Möglicherweise haben ADHS und Teilleistungsstörungen eine gemeinsame biologische Ursache. Teilleistungsstörungen können aber auch zumindest teilweise Folgen von ADHS-Symptomen sein, weil die Betroffenen das Lernangebot schlechter nutzen können. Umgekehrt können Teilleistungsprobleme dazu führen, dass der Unterricht als besonders aversiv oder belastend erlebt wird und dadurch vorhandene Tendenzen zu Hyperaktivität, Impulsivität, Unaufmerksamkeit verstärkt werden.

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