Seien Sie konsequent.

Wenn Sie das Kind regelmäßig dafür loben, dass es sich an die vereinbarten Regeln hält, dann haben Sie auch das Recht, immer dann eine negative Konsequenz folgen zu lassen, wenn es sich nicht an diese Regeln hält. Die Konsequenzen sollen unmittelbar auf das Problemverhalten erfolgen und nicht erst Stunden später. Kinder mit ADHS unterscheiden sich von anderen Kindern darin, dass sie kaum auf verzögerte oder nur gelegentlich erfolgende Konsequenzen reagieren. Deshalb ist es so wichtig, dass positive wie auch negative Konsequenzen möglichst unmittelbar und regelmäßig eintreten. Erwarten Sie nicht, dass Kinder aufgrund von Einsicht die Regeln einhalten. Im Gruppen- oder Klassenverband ist es häufig schwer, angemessene und schnell anwendbare negative Konsequenzen zu finden. Manchmal ist ein Punkte-Entzugs-Plan sehr hilfreich (genaue Beschreibung: siehe Buch „Wackelpeter und Trotzkopf „).

Sie sollten darüber hinaus auch die Möglichkeit haben, das Kind für kurze Zeit aus dem Raum zu schicken. Das ist manchmal mit Problemen hinsichtlich der Aufsichtspflicht verbunden. Es gibt jedoch meist gute Lösungen für dieses Problem, wenn es im Kollegium diskutiert wird (z.B. für kurze Zeit in den Nachbarraum und Stillbeschäftigung, oder in das Sekretariat).