FAQs for you!

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Da häufig die selben Fragen im Zusammenhang mit ADHS gestellt werden, haben wir hier einige für Euch zusammengestellt.

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ADHS: Was ist da los?

Generell gibt es drei Kernprobleme (Kernsymptome):

1.      Unaufmerksamkeit

2.      Hyperaktivität

3.      Impulsivität

Diese Kernsymptome einer ADHS bleiben nicht zwingend bei jedem Betroffenen im Jugend- und Erwachsenenalter bestehen. Bei einem Drittel aller Kinder mit ADHS verliert sich die Symptomatik in der Pubertät. Bei etwa zwei Drittel der betroffenen Kinder bleibt die Problematik jedoch bestehen.

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ADHS: Sind alle mit ADHS gleich unaufmerksam, hyperaktiv und impulsiv?

Nein! Die Unaufmerksamkeit, die Hyperaktivität und die Impulsivität können bei jedem Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Einige Betroffene sind sogar gar nicht hyperaktiv. Bei diesen Betroffenen spricht man vom sogenannten primär unaufmerksamen ADHS-Typ.

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ADHS: Ist man dann immer hibbelig und unkonzentriert?

Nein! Die Symptome treten meist in Situationen auf, wo die Betroffenen besonders aufmerksam, ruhig und konzentriert sein sollen, wie in der Schule. Viele der Betroffenen können ohne zu hibbeln und ohne Fehler oft über Stunden konzentriert ihr Lieblingscomputerspiel spielen.

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ADHS: Ist das nur ein Trend?

Nein! ADHS gab es auch schon früher. Allerdings ist ADHS als Diagnose inzwischen in der Öffentlichkeit viel bekannter. Zudem können auch Veränderungen in der Gesellschaft und vor allem in der Schule dazu beigetragen haben, dass die Häufigkeit dieser Problematik zugenommen hat. Allerdings gibt es durchaus manchmal Tendenzen dazu, die Diagnose in einzelnen Fällen zu schnell zu vergeben und alternative Erklärungen für die Symptome nicht zu erkennen (hierzu mehr unter Fakten und Mythen).

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ADHS: Können Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität auch Hinweise darauf sein, dass die Schule zu leicht oder schwierig ist?

Ja! Deshalb ist in der Regel eine Intelligenz-  und Leistungsdiagnostik notwendig. Es kann aber auch sein, dass eine Intelligenzminderung bzw. eine Hochbegabung und  ADHS gleichzeitig bei einem betroffenen Jugendlichen auftreten.

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ADHS: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen ADHS und anderen psychischen Störungen?

Bei den meisten betroffenen Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen mit einer ADHS, liegen weitere psychische Probleme vor. Am häufigsten treten oppositionelle und aggressive Verhaltensauffälligkeiten auf, aber auch emotionale Probleme, wie mangelndes Selbstwertgefühl, Depressivität und Ängste kommen bei vielen der Betroffenen vor. Lediglich etwa 30% der Betroffenen hat keine weiteren psychischen Auffälligkeiten.

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ADHS: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen ADHS und Problemen beim Lesen, Schreiben oder Rechnen?

Von ADHS Betroffene haben häufiger schulische Teilleistungsstörungen, wie eine Lese-Rechtschreibschwäche oder eine Rechenschwäche. Bei jenen mit einer solchen  Teilleistungsstörung tritt häufiger ADHS auf. Auch hier sind nicht alle  Zusammenhänge klar. Teilleistungsstörungen können manchmal auch, zumindest teilweise, Folgen von ADHS-Symptomen sein, weil die Betroffenen das Lernangebot schlechter nutzen können. Umgekehrt können Teilleistungsprobleme dazu führen, dass der Unterricht als besonders unangenehm oder belastend erlebt wird und dadurch vorhandene Tendenzen zu Hyperaktivität, Impulsivität, Unaufmerksamkeit verstärkt werden.

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ADHS: Bleibt die ADHS immer gleich?

Nein! Bei Klein- und Grundschulkindern mit ADHS sind meist alle Kernsymptome zu erkennen. Bei Jugendlichen können sich die Hyperaktivität und die Impulsivität deutlich vermindern. Aufmerksamkeitsstörungen können bleiben und sich verfestigen.

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ADHS: Hat der Schulwechsel Auswirkungen?

Beim Übergang in die weiterführende Schule ändert sich die schulische Situation meist deutlich. Der Schulalltag wird komplexer. Die Anzahl der unterschiedlichen LehrerInnen nimmt zu und eine anhaltende und helfende Lehrer-Schüler-Beziehung fehlt hier oft. Aufgrund dieser Veränderungen verschärfen sich häufig die Symptome in der weiterführenden Schule.

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ADHS: Können Jugendliche mit ADHS jede Schule besuchen?

Ja! Jugendliche mit ADHS können prinzipiell jede Schule besuchen. Durch individuelle Hilfen und therapeutische Unterstützung schaffen es die meisten Betroffenen, die Problematik soweit in den Griff zu bekommen, dass sie eine Regelschule besuchen können. Speziell die Betroffenen mit einer zusätzlichen Störung oder mit einer Lernschwäche, brauchen jedoch oft zusätzliche pädagogische Hilfen.

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ADHS: Müssen Medikamente immer sein?

Nein! Viele Jugendliche mit ADHS schaffen es durch gezielte Hilfen ohne Medikamente auszukommen. Wenn die Symptomatik jedoch sehr stark ist und wenn andere Hilfen nicht ausreichend erfolgreich waren, ist eine medikamentöse Therapie  in der Regel notwendig. Die Wirksamkeit der Behandlung mit Medikamenten muss aber unbedingt immer im Einzelfall geprüft werden.