2. Welche Medikamente gibt es?

Die deutschen Leitlinien für die medikamentöse Behandlung empfehlen im Allgemeinen sogenannte Psychostimulanzien (meist Methylphenidat) als Mittel der ersten Wahl; aber auch Atomoxetin kann unter bestimmten Bedingungen als Mittel der ersten Wahl eingesetzt werden.

Am häufigsten werden die Psychostimulanzien in der medikamentösen Therapie von ADHS eingesetzt. In Deutschland sind Präparate mit dem Wirkstoff Methylphenidat und Dexamphetamin zugelassen.

Man unterscheidet Medikamente mit kurzer Tageswirkdauer (Handelsnamen: Medikinet®, Ritalin®, Methylphenidat TAD®, Methylphenidat ratiopharm®, Methylphenidat Hexal®) und Medikamente mit längerer Tageswirkdauer (Handelsnamen: Concerta®, Equasym®retard, Medikinet®retard, Medikinet®adult, Ritalin®LA).
Zu den Psychostimulanzien zählen auch Medikamente mit dem Wirkstoff Dexamphetamin. Das Medikament mit dem Handelsnamen Attentin® hat eine kürzere Wirkdauer (etwa 5 bis 6 Stunden) als das Medikament mit dem Handelsnamen Elvanse®, dessen Wirksamkeit den ganzen Tag über anhalten kann.

Die weitere zur Behandlung von ADHS in Deutschland zugelassene Substanz ist Atomoxetin (Handelsname: Strattera®), deren Wirksamkeit auch den ganzen Tag über anhalten kann. 

Daneben gibt es eine Reihe anderer Medikamente, die in Einzelfällen auch zur Behandlung von ADHS eingesetzt werden können.