3. Umweltfaktoren

Die Entwicklung und der Verlauf von ADHS kann durch soziale Einflüsse, wie familiäre und berufliche Faktoren, beeinflusst werden.

Familiäre Bedingungen, Bedingungen in der Schule, in der Berufsausbildung und Bedingungen in Partnerschaften können zwar nicht die ausschließliche Ursache der Störung darstellen, aber sie können in einem erheblichen Maße die Stärke der Probleme und ihren weiteren Verlauf mitbestimmen. Weisen Eltern von Betroffenen selbst psychische Probleme auf oder gibt vermehrt Streitereien in der Familie oder der Partnerschaft oder gibt es starke finanzielle Belastungen, können dadurch ADHS-Symptome verstärkt werden. Auch hierbei muss von einem Wechselspiel zwischen den Faktoren der familiären und der sozialen Umwelt mit der genetischen Ausstattung der Betroffenen und mit möglichen Belastungen während Schwangerschaft oder Geburt ausgegangen werden.

Bei Erwachsenen mit ADHS kommt hinzu, dass diese häufig viele Jahre schon Einschränkungen und Begrenzungen aufgrund der ADHS erfahren haben, weswegen sie andere zusätzliche Probleme und Störungen entwickelt haben können. In ihrem Leben sind häufig positive Erfahrungen gegenüber negativen Ereignissen in der Familie, in Partnerschaften im Berufsleben immer mehr in den Hintergrund getreten. Zwischen den betroffenen und anderen Menschen, besonders gegenüber Autoritätspersonen, kommt es  häufiger zu unangenehmen Erfahrungen und negative Interaktionen nehmen zu.

Diese negativen Erfahren erhöhen wiederum das Risiko, dass sich zusätzliche Störungen entwickeln.