1. Genetische Einflussfaktoren

Viele Studien weisen daraufhin, dass erbliche Faktoren die Hauptursache für die Entwicklung von ADHS darstellen. Besonders Studien an eineiigen und zweieiigen Zwillingen weisen auf eine hohe Erblichkeit von ADHS hin. Vermutlich gehört ADHS zu den psychischen Störungen mit dem größten genetischen Einfluss.

Auch anhand von molekulargenetischen Studien konnten einzelne Regionen im menschlichen Erbgut identifiziert werden, die bei Menschen mit ADHS typische Veränderungen aufweisen. Vor allem bei jenen Erbinformationen, die für die Bildung und Übertragung des Botenstoffes Dopamin verantwortlich sind, konnten entsprechende Veränderungen festgestellt werden.

Allerdings können die bislang identifizierten Veränderungen die Entwicklung einer ADHS nur zu einem sehr geringen Teil erklären. Das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Genen und das Zusammenspiel von erblichen Faktoren und Umweltfaktoren sind für die Entwicklung von ADHS vermutlich besonders wichtig, wobei hier bisher nur wenige Untersuchungsergebnisse vorliegen.