Verhaltensbeobachtung

Die Verhaltensbeobachtung des Kindes oder Jugendlichen in der Untersuchungssituation hilft dem Untersucher, sich einen eigenen unmittelbaren Eindruck vom Kind oder Jugendlichen zu verschaffen.

Dabei achtet der Untersucher darauf, ob das Kind Anzeichen von Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit auch in der Untersuchungssituation zeigt. Das ist häufig der Fall, muss aber nicht notwendigerweise so sein. Vor allem bei älteren Kindern und bei Jugendlichen kann es durchaus vorkommen, dass solche Verhaltensweisen in der Untersuchungssituation nicht erkennbar sind.

Bei Kindern werden häufig auch Spielsituationen eingeführt, die dem Untersucher helfen, einen guten Kontakt herzustellen, die aber auch für eine Verhaltensbeobachtung genutzt werden. In einzelnen Fällen können auch Verhaltensbeobachtungen in der natürlichen Umgebung des Kindes - z.B. anhand von Videoaufnahmen aus der Familie oder im Rahmen einer Schulbeobachtung - eingesetzt werden.